Forderungen für den Klimaschutz an die Stadt München

Die wichtigsten Forderungen

nach unten Alle Forderungen und deren Erklärungen

Ab sofort …

… Nie wieder Kohle

Betrieb des HKW Nord 2 bis 2022 beenden und den Betrieb bis dahin auf ein Minimum reduzieren

… Überall Photovoltaik

Austattung aller Neubauten mit Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen

… Überall Fahrräder

Umsetzung der Forderungen des Münchner Radentscheids

… Keine Kurzstreckenflüge

Verhinderung von Kurzstreckenflügen durch massive Anhebung der Start- und Landegebühren

… Nie mehr warten

Mindestens 10-Minuten-Takt auf sämtlichen Verbindungen der MVV zwischen 6 und 24 Uhr ab 2025

… Nichts verschwenden

Eine verantwortungsvolle Sammlung von weggeworfener noch essbarer Nahrung um Containern zu ermöglichen

In den nächsten 5 Jahren …

… Nirgends Autos

Autofreie Zone innerhalb des mittleren Rings bis spätestens 2025

… Nichts mehr ausstoßen

Spätestens ab 2025 ausschließlich lokal CO2-emissionsfreie Fahrzeuge im Stadtgebiet

… Nichts mehr zahlen

ÖPNV kostenlos ab 2025

In den nächsten 15 Jahren …

… Alle Versprechen halten

Fernwärme ab 2035 CO2-neutral, weil es das Pariser Abkommen so will

Warum wir Forderungen an die Stadt München stellen

Die Klimakrise stellt die größte Bedrohung für Menschheit und Ökosysteme im 21. Jahrhundert dar. Bis 2019 hat sich die Welt laut IPCC im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um circa ein Grad Celsius erwärmt und dieser Prozess schreitet weiter voran. Die aus dem Klimawandel resultierenden Folgen, wie die Häufung extremer Wetterereignisse und das Artensterben, stellen bereits heute eine reale Bedrohung für uns alle dar. Deutschland als sehr reiches Land hat einen der höchsten Pro-Kopf-Ausstöße an Treibhausgasen und zählt damit zu den Hauptverursachern der Klimakrise. Dabei ist unsere Generation die erste, die die Folgen des Klimawandels spüren wird und gleichzeitig die letzte, die sie eindämmen kann.

Die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise zu ergreifen, nimmt Städte in besonderem Maße in die Verantwortung, denn sie sind weltweit für ca. 80% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Rund 75% des Energie- und Ressourcenbedarfs entfallen global auf Ballungszentren. Durch die fortschreitende Urbanisierung wird sich dieser Anteil in Zukunft erhöhen.

Mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens haben sich fast alle internationalen Akteure der Einhaltung des 1,5°-Ziels verpflichtet - so auch Deutschland. Um dieses mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einzuhalten, darf nach 2014 weltweit nur noch eine begrenzte Menge CO2 ausgestoßen werden. Wenn dieses CO2-Budget fair über die gesamte Weltbevölkerung verteilt wird, ist nach der vom Stadtrat anerkannten Berechnung des Öko-Instituts bereits ab Mitte 2019 keine Emission mehr erlaubt. Wir als Fridays for Future (FFF) München sehen die einzige Möglichkeit diesen groben Fehler ansatzweise wieder gut zu machen in der konsequenten Umsetzung der bundesweiten FFF-Forderungen.

Wir betonen, dass gerade auch Kommunalpolitiker*innen dieses Anliegen auf allen politischen Ebenen mit größter Entschlossenheit vorantreiben müssen. Ein nachhaltiger Umgang mit unserem Planeten und dem Ökosystem muss Teil unserer Gesellschaft, unserer Kultur, unserer Wissenschaft und unserer Wirtschaft werden. Daher fordern wir die Stadt München auf, deutliche Maßnahmen zu ergreifen, die in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaft erarbeitet sind. Da die Folgen des Klimawandels fundamental ungerecht sind, kann die Sozialverträglichkeit der Lösungen auf keinen Fall hintangestellt werden. Nur so lässt sich die Lebensgrundlage künftiger Generationen nach Artikel 20a Grundgesetz schützen:

Die Stadt München muss bis 2035 Nettonull Treibhausgas-/CO2-Emissionen erreichen. Sämtliche Maßnahmen zum Klimaschutz und deren konkrete und rasche Umsetzung müssen an diesem Ziel ausgerichtet werden!

Das Positionspapier

Um unsere vollständigen Forderungen und deren Erklärungen zu lesen, kann mensch unsere Forderungen als PDF herunterladen.